Wie viel Futter braucht ein Bienenvolk für den Winter? Der komplette Ratgeber zur Winterfütterung
Der Winter ist für Imkerinnen und Imker die Zeit, in der sich entscheidet, ob ihre Bienenvölker gut durch die kalte Jahreszeit kommen. Menge und Qualität des Winterfutters bestimmen wesentlich mit, ob im Frühjahr ein starkes, vitales Volk oder leere Waben im Bienenstock vorzufinden sind.
Die Frage, wie viel Futter ein Bienenvolk für den Winter braucht, gehört deshalb zu den häufigsten und wichtigsten Fragen in der Imkerei. Eine einzige, für alle Völker gültige Zahl gibt es jedoch nicht. In diesem Ratgeber finden Sie Richtwerte nach Beutentyp und Volksstärke, eine Übersicht über den monatlichen Verbrauch, einen Vergleich zwischen selbst gemischtem Zuckersirup und Invertzuckersirup sowie eine praktische Anleitung zur Futterzubereitung.
Wie viele Kilogramm Futter braucht ein Bienenvolk tatsächlich?
Als grundlegender Richtwert gelten 15 bis 20 Kilogramm Gesamtvorrat für ein normal starkes Bienenvolk. Diese Menge ist jedoch kein starres Gesetz. Gemeint ist der gesamte Futtervorrat — also im Volk belassener Honig plus ergänzter Zucker beziehungsweise Sirup — der zu Beginn der Überwinterung vorhanden sein sollte.
Richtwerte nach Art und Stärke des Bienenvolkes
| Art des Bienenvolkes | Empfohlener Gesamtvorrat für den Winter | Davon mit Zucker ergänzen, wenn 5 kg Honig vorhanden sind |
|---|---|---|
| Einzargig überwintertes Volk mit 10 Waben, zum Beispiel B10 | 12–15 kg | 7–10 kg |
| Zweizargiges, starkes Wirtschaftsvolk | 18–20 kg | 13–15 kg |
| Ableger oder schwächeres Volk | 10–12 kg | 5–7 kg |
| Bergregion mit langem Winter | 20–24 kg | 15–19 kg |
Die Tabelle enthält Orientierungswerte. Jedes Volk und jeder Standort sind unterschiedlich. Die Futtermenge sollte daher immer an Volksstärke, Beutensystem, Klima und vorhandene Honigvorräte angepasst werden.
Warum gerade 15 bis 20 Kilogramm?
Dieser Bereich beruht auf langjährigen Beobachtungen und Erfahrungen aus der Imkerei. Ein einzargig überwintertes Carnica-Volk auf zehn Waben im Zandermaß (42 × 22 cm) verbraucht von September bis April ungefähr 15 kg Vorräte. Ein zweizargiges Volk mit größerer Wabenfläche und mehr Bienen benötigt etwa 18 bis 20 kg.
Sind die Vorräte zu knapp bemessen, droht im Frühjahr Futtermangel. Gerade starke Völker sind in dieser Phase gefährdet, weil der Verbrauch mit Beginn des Brutgeschäfts rasch ansteigt.
Wie verändert sich der Futterverbrauch im Laufe des Winters?
Viele Imker gehen davon aus, dass Bienen ihre Vorräte über den gesamten Winter gleichmäßig verbrauchen. Tatsächlich verändert sich der Bedarf deutlich je nach Phase der Überwinterung.
| Zeitraum | Monatlicher Verbrauch | Was geschieht im Bienenstock? |
|---|---|---|
| September–Oktober | 2–3 kg | Die Bienen verarbeiten den Sirup, lagern ihn in den Waben ein und verdeckeln ihn. Das Brutgeschäft klingt ab. |
| November–Dezember | 0,8–1,2 kg | Winterruhe. Die Bienen sitzen in der Wintertraube, die Königin legt keine Eier und der Verbrauch ist gering. |
| Jänner | 1–1,5 kg | Meist noch brutfreie Zeit. Bei den ersten wärmeren Tagen beginnt sich die Wintertraube langsam zu lockern. |
| Februar | 2–3 kg | Das Brutgeschäft beginnt. Die Königin legt erste Eier und die Bienen erhöhen die Temperatur im Brutnest. |
| März | 3–4 kg | Intensive Bruttätigkeit. Der Verbrauch steigt stark an — jetzt ist das Risiko eines Futtermangels besonders hoch. |
| April | 3–5 kg | Das Brutgeschäft erreicht vor der ersten größeren Tracht seinen Höhepunkt. Fehlen Vorräte, kann ein Volk trotz blühender Pflanzen verhungern. |
Wichtige Erkenntnis: Während der eigentlichen Winterruhe von November bis Jänner verbraucht ein Volk nur ungefähr 3–4 kg Futter. Den deutlich größeren Teil benötigt es im Vorfrühling und Frühjahr, wenn das Brutgeschäft wieder beginnt. Deshalb sollte im Volk möglichst eine Sicherheitsreserve von mindestens 5 kg verbleiben.
Faktoren, die den Winterfutterverbrauch beeinflussen
Der tatsächliche Verbrauch hängt von mehreren Faktoren ab. Wer diese kennt, kann die benötigte Futtermenge besser einschätzen.
Volksstärke und Anzahl der Bienen
Starke Völker verbrauchen pro Biene häufig weniger Futter als schwache. Eine große Wintertraube kann die Temperatur effizienter halten und benötigt dadurch weniger Energie je Einzeltier. Ein starkes Volk mit 20.000 Bienen überwintert energetisch günstiger als ein Ableger mit 5.000 Bienen. Insgesamt braucht das starke Volk dennoch mehr Kilogramm Futter, weil es aus deutlich mehr Bienen besteht.
Beutentyp und Rähmchenmaß
Beutensysteme unterscheiden sich bei Wabenfläche und Vorratskapazität:
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B10 (42 × 27,5 cm) — eine volle Wabe enthält ungefähr 1,8–2,2 kg Honig. Zehn Waben können damit etwa 18–22 kg Vorräte aufnehmen.
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Langstroth (44,8 × 23,2 cm) — ähnliche Kapazität wie B10, ungefähr 1,7–2,0 kg je voller Wabe.
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Optimal (42 × 36 cm) — größeres Format mit ungefähr 2,5–3,0 kg Vorrat je voller Wabe.
Je größer das Rähmchenmaß, desto mehr Futter lässt sich in einer Zarge einlagern und desto weniger Zargen werden für die Überwinterung benötigt.
Klima und Standort des Bienenstandes
Völker in kälteren alpinen und voralpinen Regionen, etwa in Tirol, Salzburg oder höher gelegenen Teilen der Steiermark, können 20 bis 30 % mehr Futter benötigen als Völker in wärmeren Lagen wie dem Burgenland oder dem Weinviertel. Gründe dafür sind der längere Winter und der spätere Beginn der Frühjahrstracht. In Bergregionen sollte mit etwa 20–24 kg Gesamtvorrat pro Volk gerechnet werden.
Dauer und Verlauf des Winters
Ein milder Winter mit häufigen Wärmephasen kann den Verbrauch paradoxerweise erhöhen. Die Bienen werden aktiver, lockern die Wintertraube häufiger und benötigen dadurch mehr Energie. Ein gleichmäßig kühler Winter mit Temperaturen um 0 °C ist für das Volk energetisch oft günstiger.
Zuckersirup für Bienen richtig zubereiten — Mischverhältnisse und Berechnung
Eine weitverbreitete Methode der Winterfütterung ist Zuckersirup aus weißem Kristallzucker und Wasser. Die richtige Zubereitung ist entscheidend. Ein ungeeignetes Mischverhältnis verursacht unnötige Arbeit für die Bienen und kann die Qualität des eingelagerten Futters beeinträchtigen.
Welches Verhältnis von Zucker zu Wasser ist geeignet?
| Verhältnis Zucker : Wasser | Konzentration | Typische Verwendung | Aus 1 kg Zucker entstehen |
|---|---|---|---|
| 1 : 1 | 50 % | Reizfütterung im Frühjahr, Anregung des Brutgeschäfts | 1,6 l Sirup |
| 3 : 2 | 60 % | Winterfütterung — das am häufigsten verwendete Verhältnis | 1,4 l Sirup |
| 2 : 1 | 66 % | Späte Herbstfütterung, besonders dickflüssiger Sirup | 1,25 l Sirup |
Für die Winterfütterung wird häufig das Verhältnis 3 : 2 (Zucker : Wasser) verwendet, zum Beispiel 3 kg Zucker auf 2 Liter Wasser. Der Sirup ist ausreichend konzentriert, sodass die Bienen nicht unnötig viel Wasser verdunsten müssen, bleibt aber gut verarbeitbar.
Praktische Berechnung: Wie viel Sirup wird benötigt?
Rechnen Sie bei der Futtermenge stets mit dem Gewicht des trockenen Zuckers, nicht nur mit dem Volumen des fertigen Sirups. Als einfache Orientierung gilt:
1 kg Kristallzucker entspricht ungefähr 1 kg Wintervorrat in den Waben.
Müssen 10 kg Vorrat ergänzt werden, benötigen Sie für eine Mischung im Verhältnis 3 : 2 etwa 10 kg Zucker und 6,7 Liter Wasser. Daraus entstehen ungefähr 14 Liter Sirup.
Zuckersirup Schritt für Schritt zubereiten
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Zucker abwiegen und die passende Wassermenge abmessen.
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Wasser auf etwa 60–70 °C erwärmen. Es sollte nicht kochen, damit der Zucker nicht karamellisiert.
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Zucker unter ständigem Rühren einstreuen, bis er vollständig gelöst ist.
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Sirup auf Raumtemperatur abkühlen lassen, idealerweise auf weniger als 30 °C. Zu heißes Futter kann Bienen und Waben schädigen.
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Abends füttern, um Räuberei zu vermeiden. Die Futtereinrichtung wird im oder direkt auf dem Bienenstock platziert.
Wichtiger Hinweis: Für die Winterfütterung sollten weder brauner Zucker noch Rohrzucker verwendet werden. Auch Honigtau- beziehungsweise Waldhonig ist als Winterfutter problematisch. Diese Futtermittel enthalten mehr schwer verdauliche Bestandteile und belasten den Darm der Bienen. Während langer Phasen ohne Reinigungsflug kann dies zu Kotstau und Verlusten führen.
Zuckersirup oder Invertzuckersirup — was ist besser?
Immer mehr Imker überlegen, ob sie traditionellen selbst gemischten Zuckersirup verwenden oder fertigen Invertzuckersirup kaufen sollen. Die Unterschiede betreffen sowohl den Arbeitsaufwand als auch die Verarbeitung durch das Bienenvolk.
| Eigenschaft | Zuckersirup (selbst hergestellt) | Invertzuckersirup (fertig) |
|---|---|---|
| Zusammensetzung | Saccharose, die von den Bienen enzymatisch gespalten werden muss | Glukose und Fruktose — direkt nutzbare Zucker |
| Belastung für die Bienen | Höher — Energie wird für die Invertierung benötigt | Gering — ein Teil der Zucker ist bereits aufgespalten |
| Zubereitung | Mischen, Erwärmen und Abkühlen erforderlich | Keine — Kanister oder Eimer öffnen und einfüllen |
| Lagerfähigkeit | Sollte zeitnah verbraucht werden | Langfristig stabiles Produkt |
| Preis pro kg (Richtwert) | Etwa 0,90–1,20 € | Rund 2,71 € |
| Fehlerrisiko | Höher — falsches Verhältnis oder Überhitzung möglich | Gering — professionell hergestelltes Futter |
SOLVEO Invertzuckersirup ist eine praktische Futterlösung mit bereits teilweise aufgespaltenen Zuckern. Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:
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Bereits aufgespaltene Zucker — die Bienen müssen weniger Energie für die enzymatische Spaltung der Saccharose aufbringen. Dadurch werden die Winterbienen weniger beansprucht.
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Geringere Belastung des Verdauungstraktes — weniger schwer verwertbare Rückstände können die Überwinterung erleichtern.
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Einfache Anwendung — kein Auflösen, Erhitzen oder Abkühlen. Der Sirup wird direkt in die Futtereinrichtung gefüllt.
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Gleichbleibende Qualität — professionell hergestelltes Futter besitzt eine definierte Zusammensetzung und einen kontrollierten HMF-Gehalt. Hydroxymethylfurfural ist in höheren Konzentrationen für Bienen schädlich.
Wann lohnt sich Invertzuckersirup?
Invertzuckersirup eignet sich besonders für:
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Anfängerinnen und Anfänger, die wenig Erfahrung mit der Zubereitung von Zuckersirup haben;
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Imkereien mit vielen Völkern, bei denen sich der Zeitaufwand für das Mischen schnell summiert;
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eine spätere Ergänzungsfütterung, wenn weniger Zeit für die Verarbeitung der Saccharose bleibt;
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Völker in klimatisch anspruchsvollen Regionen, in denen jede eingesparte Energiereserve zählt.
Wann sollte die Winterfütterung beginnen?
Der richtige Zeitpunkt ist ebenso wichtig wie die Futtermenge. Die Bienen brauchen ausreichend Zeit und Wärme, um das Futter aufzunehmen, in den Waben einzulagern und zu verdeckeln. Gleichzeitig sollte nicht unnötig früh gefüttert werden, damit das Brutgeschäft nicht zum falschen Zeitpunkt angeregt wird.
Idealer Zeitplan
| Zeitraum | Tätigkeit |
|---|---|
| Mitte August | Vorräte im Volk beurteilen. Abschätzen, wie viel Honig verbleibt und welche Menge ergänzt werden muss. |
| Zweite Augusthälfte bis Anfang September | Hauptfütterung für den Winter. Die Bienen haben noch ausreichend Zeit und Wärme, um den Sirup zu verarbeiten. |
| September bis Anfang Oktober | Ergänzungsfütterung. Die letzten Sirupgaben spätestens bis Mitte Oktober verabreichen, solange die Tagestemperaturen nicht dauerhaft unter 12 °C fallen. |
| November bis Februar | Beutengewicht durch vorsichtiges Anheben kontrollieren. Im Notfall Futterteig oder trockenen Zucker geben. |
Faustregel: Die Winterfütterung sollte bis Mitte Oktober abgeschlossen sein. Für die Verarbeitung des Sirups benötigen die Bienen mindestens zwei bis drei Wochen mit Tagestemperaturen über 12 °C. Danach sollte kein flüssiger Sirup mehr gegeben werden, weil er möglicherweise nicht ausreichend verarbeitet wird und zusätzliche Feuchtigkeit in die Beute bringt.
Wie lässt sich prüfen, ob genügend Vorräte vorhanden sind?
Im Winter sollten die Beuten möglichst nicht geöffnet werden. Der Futterstand kann indirekt kontrolliert werden:
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Beute hinten anheben — die einfachste Methode. Erfahrene Imker können anhand des Gewichts abschätzen, wie viel Vorrat noch vorhanden ist. Wirkt die Beute ungewöhnlich leicht, muss gehandelt werden.
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Flugloch beobachten — an wärmeren Tagen darauf achten, ob die Bienen tote Tiere hinaustragen, was normal ist, und ob sie Pollen eintragen. Polleneintrag kann auf begonnenes Brutgeschäft hindeuten.
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Volk abhören — das Ohr an die Beutenwand halten. Ein ruhiges, leises Summen spricht meist für ein unauffälliges Volk. Lautes oder nervöses Brausen kann auf Hunger oder Weisellosigkeit hindeuten.
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Notfütterung im Winter — bei Futtermangel Futterteig direkt über der Wintertraube auf die Rähmchen oder über eine Öffnung in der Folie legen. Im Winter keinen flüssigen Sirup geben.
Häufige Fehler bei der Winterfütterung
Diese Fehler können das Überleben des Volkes gefährden:
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Zu wenig Futter — eine häufige Ursache für Winterverluste. Eine Reserve von 2–3 kg ist sicherer als ein zu knapp kalkulierter Vorrat.
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Zu späte Fütterung — im November gegebener Sirup wird möglicherweise nicht mehr vollständig verarbeitet. Die Folge können erhöhte Feuchtigkeit, Schimmel und ein geschwächtes Volk sein.
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Ungeeignete Futtergaben — sehr große Mengen auf einmal können den Brutraum mit Futter füllen und den Platz für die Eiablage einschränken. Die Gabe sollte an Volksstärke und Zeitpunkt angepasst werden.
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Falsche Zuckerart — brauner Zucker, Rohrzucker und Honigtauhonig sind für die Winterfütterung ungeeignet.
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Überhitzung des Sirups — hohe Temperaturen fördern Karamellisierung und HMF-Bildung. Das Wasser nur auf ungefähr 60–70 °C erwärmen.
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Fütterung am Tag — der Sirupgeruch kann Räuberei zwischen Völkern auslösen. Besser abends nach Ende des Bienenflugs füttern.
Was kostet die Winterfütterung eines Bienenvolkes?
Zur Orientierung zeigt die folgende Tabelle eine vereinfachte Kostenrechnung für ein starkes Bienenvolk in Österreich:
| Position | Menge | Preis pro Einheit | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Kristallzucker für selbst gemischten Sirup 3 : 2 | 15 kg | etwa 0,95 €/kg | etwa 14,25 € |
| SOLVEO Invertzuckersirup 14 kg | 1 Eimer (14 kg) | 38,00 €/Eimer | 38,00 € |
Bei selbst gemischtem Zuckersirup kostet die Winterfütterung eines Volkes je nach aktuellem Zuckerpreis ungefähr 14 bis 18 €. Mit einem fertigen Eimer SOLVEO Invertzuckersirup sind es 38 € pro Volk. Der Preisunterschied steht für Zeitersparnis, einfache Anwendung und den geringeren Verarbeitungsaufwand für die Bienen. Viele Imker kombinieren beide Varianten: Die Hauptfütterung erfolgt mit selbst gemischtem Sirup, für die Ergänzungsfütterung wird Invertfutter eingesetzt.
FAQ
Wie viele Kilogramm Zucker braucht ein Bienenvolk für den Winter?
Ein normal starkes Volk benötigt ungefähr 15–20 kg Gesamtvorrat. Bleiben 5 kg eigener Honig im Volk, müssen etwa 10–15 kg Zucker in Trockengewicht ergänzt werden. Für einen Sirup aus 15 kg Zucker im Verhältnis 3 : 2 werden 15 kg Zucker und 10 Liter Wasser benötigt.
Welches Verhältnis von Zucker und Wasser eignet sich für die Winterfütterung?
Häufig verwendet wird das Verhältnis 3 : 2 (Zucker : Wasser), also 3 kg Zucker auf 2 Liter Wasser. So entsteht ein ausreichend konzentrierter Sirup, den die Bienen ohne unnötig hohen Aufwand für die Wasserverdunstung verarbeiten können.
Wann ist der beste Zeitpunkt für den Beginn der Winterfütterung?
Beginnen Sie in der zweiten Augusthälfte und schließen Sie die Fütterung spätestens Mitte Oktober ab. Die Bienen benötigen zwei bis drei Wochen mit Tagestemperaturen über 12 °C, um den Sirup zu verarbeiten und einzulagern.
Ist Zuckersirup oder Invertzuckersirup besser?
Beide Varianten haben ihre Berechtigung. Selbst gemischter Zuckersirup ist günstiger, erfordert aber Arbeit und muss von den Bienen weiterverarbeitet werden. SOLVEO Invertzuckersirup ist teurer, enthält jedoch bereits aufgespaltene Zucker und lässt sich direkt verwenden. Er ist besonders praktisch für Anfänger, größere Imkereien und eine spätere Ergänzungsfütterung.
Wie erkenne ich im Winter einen Futtermangel?
Am zuverlässigsten ist das vorsichtige Anheben der Beute von hinten. Ist sie auffallend leicht, gehen die Vorräte zur Neige. Zusätzlich können das Flugloch an warmen Tagen beobachtet und die Geräusche des Volkes kontrolliert werden. Im Notfall Futterteig und keinen flüssigen Sirup geben.
Wie unterscheidet sich der Verbrauch bei verschiedenen Beutentypen?
Bei B10 und Langstroth enthält eine volle Wabe ungefähr 1,8–2,2 kg Vorrat. Beim größeren Optimalmaß sind es etwa 2,5–3,0 kg je Wabe. Ein zweizargiges Wirtschaftsvolk benötigt insgesamt mehr Futter als ein einzargiges Volk, weil mehr Wabenfläche und mehr Bienen vorhanden sind.
Können Bienen statt Zucker mit Honig gefüttert werden?
Ja. Die Überwinterung auf geeignetem Blütenhonig ist für Bienen grundsätzlich natürlich. Honigtau- beziehungsweise Waldhonig sollte jedoch nicht als Winterfutter verwendet werden, da er mehr schwer verdauliche Bestandteile enthält und während langer Phasen ohne Reinigungsflug Probleme verursachen kann. Fehlt geeigneter Honig, können die Vorräte mit Zucker- oder Invertzuckersirup ergänzt werden.
Was ist zu tun, wenn mitten im Winter das Futter ausgeht?
Futterteig direkt auf die Rähmchen über der Wintertraube legen. Flüssiger Sirup ist mitten im Winter ungeeignet, weil die Bienen ihn nicht ausreichend verarbeiten können und dadurch zusätzliche Feuchtigkeit in die Beute gelangt.
Die richtige Einwinterung ist zugleich Handwerk und Erfahrungssache. Die Richtwerte in diesem Beitrag — 15–20 kg Vorrat pro Volk, ein Mischverhältnis von 3 : 2 und der Abschluss der Fütterung bis Mitte Oktober — beruhen auf langjähriger imkerlicher Praxis. Dennoch ist jedes Volk anders und jeder Bienenstand besitzt eigene mikroklimatische Bedingungen. Die beste Grundlage bleibt deshalb die Verbindung aus Erfahrung, regelmäßiger Beobachtung und rechtzeitig eingeplanter Sicherheitsreserve.
Für eine sichere Überwinterung finden Sie bei MEDÁREŇ Futter und Futtereinrichtungen für Bienen sowie den gebrauchsfertigen SOLVEO Invertzuckersirup.
