Propolis: Was ist das Bienenharz und wie wird es verwendet?
Honig ist wahrscheinlich das bekannteste Produkt aus dem Bienenstock. Doch Bienen produzieren und sammeln noch weitere faszinierende Naturstoffe. Einer davon ist Propolis.
Die dunkle, harzartige Substanz wird von den Bienen im Bienenstock vielseitig eingesetzt. Für Imker ist Propolis deshalb seit jeher ein besonders interessantes Bienenprodukt.
Doch was genau ist Propolis? Wie entsteht es? Warum verwenden Bienen es im Stock und was ist eigentlich eine Propolis-Tinktur?
Was ist Propolis?
Propolis ist eine harzartige Masse, die von Honigbienen hergestellt wird.
Die Bienen sammeln harzige Stoffe von Knospen, Baumrinden und anderen Pflanzenteilen und verarbeiten sie gemeinsam mit Wachs und weiteren Bestandteilen.
Das Ergebnis ist eine klebrige, aromatische Substanz, deren Farbe von gelblich-braun über rotbraun bis sehr dunkel reichen kann.
Da die verfügbaren Pflanzen von Region zu Region unterschiedlich sind, ist auch Propolis ein echtes Naturprodukt mit variabler Zusammensetzung.
Wofür brauchen Bienen Propolis?
Für die Bienen ist Propolis vor allem ein Baumaterial im Bienenstock.
Sie verwenden es beispielsweise, um:
- kleine Ritzen und Spalten abzudichten,
- bestimmte Oberflächen im Bienenstock zu überziehen,
- unerwünschte kleine Öffnungen zu verschließen,
- und die unmittelbare Umgebung im Stock zu gestalten.
Wer schon einmal einen Bienenstock geöffnet hat, kennt die klebrige Eigenschaft von Propolis sehr gut – Rähmchen und andere Teile können dadurch regelrecht miteinander verbunden sein.
Der Name Propolis wird häufig vom Griechischen „pro“ – vor und „polis“ – Stadt abgeleitet. Sinngemäß lässt sich dies als etwas verstehen, das die „Stadt der Bienen“ schützt.
Wie gewinnt ein Imker Propolis?
Propolis kann beim Arbeiten an den Bienenvölkern in kleinen Mengen an verschiedenen Stellen im Bienenstock gesammelt werden.
Für eine gezieltere Gewinnung verwenden Imker häufig spezielle Propolisgitter.
Diese besitzen viele kleine Öffnungen. Die Bienen versuchen, diese Zwischenräume mit Propolis zu verschließen. Anschließend kann das Gitter aus dem Bienenstock entnommen und das Propolis gewonnen werden.
Das gesammelte Rohpropolis wird danach gereinigt und kann je nach Verwendungszweck weiterverarbeitet werden.
Was ist eine Propolis-Tinktur?
Eine der bekanntesten Formen der Verarbeitung ist die Propolis-Tinktur, häufig auch Propolis-Tropfen genannt.
Dabei werden Bestandteile des Propolis mithilfe von Alkohol extrahiert.
Nach der entsprechenden Verarbeitungszeit wird die Flüssigkeit gefiltert. Es entsteht eine charakteristisch dunkelbraune Tinktur mit intensivem Geruch und Geschmack.
Die genaue Zusammensetzung und Konzentration kann sich je nach Hersteller und Produkt unterscheiden.
Deshalb sollten Verbraucher immer die Zutaten, Verzehrempfehlung und Hinweise auf dem konkreten Produkt beachten.
Propolis-Tropfen: Wie werden sie verwendet?
Wenn Propolis-Tropfen als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden, gilt die auf dem Produkt angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge.
Diese sollte nicht überschritten werden.
Eine allgemeingültige Dosierung für alle Propolis-Tinkturen gibt es nicht, da Produkte unterschiedlich zusammengesetzt und konzentriert sein können.
Mehr dazu erklären wir ausführlich in unserem Artikel „Propolis-Tropfen täglich einnehmen? Was Sie beachten sollten“.
Warum enthalten viele Propolis-Tinkturen Alkohol?
Propolis enthält verschiedene Stoffe, die sich mithilfe von Alkohol aus dem Rohpropolis extrahieren lassen.
Aus diesem Grund sind traditionelle Propolis-Tinkturen häufig alkoholbasiert.
Beim Kauf lohnt sich deshalb ein Blick auf die Zutatenliste und den Alkoholgehalt.
Das ist insbesondere für Personengruppen relevant, die Alkohol vermeiden sollen oder möchten.
Kann Propolis Allergien auslösen?
Propolis ist ein Naturprodukt, kann aber bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen hervorrufen.
Wer bereits weiß, dass er auf Bienenprodukte oder bestimmte Bestandteile von Propolis empfindlich reagiert, sollte besonders vorsichtig sein.
Bei ungewöhnlichen Reaktionen sollte das Produkt nicht weiter verwendet werden.
Auch hier gilt: Natürlich bedeutet nicht automatisch für jeden Menschen geeignet.
Propolis während der Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist besondere Vorsicht angebracht.
Da zur Verwendung von Propolis in diesen Lebensphasen nur begrenzte Sicherheitsdaten vorliegen, sollte auf die Einnahme vorsichtshalber verzichtet beziehungsweise vorher ärztlicher Rat eingeholt werden.
Bei alkoholhaltigen Propolis-Tinkturen kommt zusätzlich der enthaltene Alkohol hinzu.
Ausführlicher beschäftigen wir uns damit in unserem Beitrag „Ist Propolis in der Schwangerschaft unbedenklich?“.
Woran erkennt man ein seriös angebotenes Propolis-Produkt?
Bei Propolis-Tinkturen und anderen Nahrungsergänzungsmitteln würden wir weniger auf spektakuläre Gesundheitsversprechen und mehr auf eine transparente Produktkennzeichnung achten.
Wichtige Informationen sind beispielsweise:
- Hersteller,
- vollständige Zutatenliste,
- Menge bzw. Inhalt,
- empfohlene tägliche Verzehrmenge,
- Hinweise zur Verwendung,
- Lagerbedingungen,
- Chargenkennzeichnung,
- und die Kontaktdaten des verantwortlichen Unternehmens.
Ein Nahrungsergänzungsmittel sollte transparent erklären, was enthalten ist und wie es verwendet werden soll.
Propolis aus unserer Familienimkerei
Propolis gehört neben Honig, Bienenwachs, Pollen und Gelée Royale zu den faszinierenden Produkten des Bienenstocks.
Als Familienimkerei MEDÁREŇ KOZICKÝ™ beschäftigen wir uns seit mehreren Generationen mit Bienen und Bienenprodukten.
Für unsere Propolis-Produkte verwenden wir sorgfältig verarbeitetes Propolis und legen Wert auf eine klare Kennzeichnung und nachvollziehbare Herkunft.
Wenn Sie mehr über dieses besondere Bienenprodukt erfahren möchten, lesen Sie auch:
„Propolis-Tropfen täglich einnehmen? Was Sie beachten sollten“
und
„Ist Propolis in der Schwangerschaft unbedenklich?“
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