Im Jahr 2025 erhielten wir zwei Goldmedaillen von der Slowakischen Akademie der Wissenschaften.

7 Mythen über Honig, an die viele noch immer glauben – was stimmt wirklich?

Honig gehört zu den Lebensmitteln, die fast jeder seit seiner Kindheit kennt. Trotzdem gibt es rund um Honig erstaunlich viele Halbwahrheiten, Missverständnisse und Mythen.

Ist kristallisierter Honig verdorben? Muss hochwertiger Honig immer flüssig bleiben? Darf man Honig mit einem Metalllöffel essen? Ist dunkler Honig automatisch besser? Und was passiert eigentlich, wenn man Honig in heißen Tee gibt?

Als Imker begegnen uns solche Fragen regelmäßig. Deshalb haben wir 7 der häufigsten Mythen über Honig zusammengefasst und erklären, was wirklich dahintersteckt.

1. Mythos: Kristallisierter Honig ist verdorben

Das ist wahrscheinlich einer der häufigsten Irrtümer über Honig.

Die Kristallisation ist ein völlig natürlicher Vorgang.

Honig besteht zu einem großen Teil aus verschiedenen Zuckerarten, insbesondere aus Glukose und Fruktose. Glukose neigt dazu, mit der Zeit Kristalle zu bilden. Deshalb kann ursprünglich flüssiger Honig nach einiger Zeit dickflüssig oder sogar fest werden.

Wie schnell ein Honig kristallisiert, hängt unter anderem von der Honigsorte, dem Verhältnis der verschiedenen Zuckerarten, dem Wassergehalt und der Lagertemperatur ab.

Manche Honigsorten kristallisieren bereits nach relativ kurzer Zeit, andere bleiben deutlich länger flüssig.

Akazienhonig bleibt aufgrund seiner natürlichen Zusammensetzung zum Beispiel meist besonders lange flüssig. Andere Sorten können wesentlich schneller kristallisieren.

Wenn Sie also im Vorratsschrank ein Glas mit fest gewordenem Honig finden, müssen Sie ihn keinesfalls wegwerfen.

Wenn Sie ihn wieder flüssiger haben möchten, können Sie das Glas langsam in einem warmen Wasserbad erwärmen. Dabei sollte der Honig nicht gekocht oder unnötig stark erhitzt werden.

2. Mythos: Hochwertiger Honig muss lange flüssig bleiben

Dieser Mythos führt häufig dazu, dass Verbraucher an der Qualität eines Honigs zweifeln, sobald er kristallisiert.

Dabei gilt:

Ob Honig flüssig oder kristallisiert ist, sagt allein nichts über seine Qualität aus.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Honigsorten können erheblich sein. Manche kristallisieren von Natur aus schnell, andere bleiben aufgrund ihrer Zusammensetzung deutlich länger flüssig.

Die einfache Gleichung

flüssig = hochwertig und fest = minderwertig

ist daher falsch.

Die Kristallisation ist vielmehr ein natürlicher physikalischer Prozess.

Wer eine besonders cremige Konsistenz bevorzugt, kann auch zu cremig gerührtem Honig greifen. Dabei wird die natürliche Kristallisation gezielt genutzt, um eine feine, streichfähige Konsistenz zu erzielen.

3. Mythos: Dunkler Honig ist immer hochwertiger

Honig kann ganz unterschiedliche Farben haben – von nahezu durchsichtig und sehr hell bis hin zu dunkelbraun.

Die Farbe ist jedoch kein allgemeiner Maßstab für die Qualität eines Honigs.

Sie hängt vor allem von seiner botanischen Herkunft ab, also davon, welche Pflanzen die Bienen als Nektar- oder Honigtauquelle genutzt haben.

Akazienhonig ist beispielsweise meist sehr hell und mild. Honigtauhonige hingegen sind in der Regel deutlich dunkler und kräftiger im Geschmack.

Ein heller Honig ist deshalb keineswegs schlechter als ein dunkler.

Gerade diese Vielfalt macht Honig so interessant. Probiert man mehrere Sorten direkt hintereinander, stellt man schnell fest, wie unterschiedlich Honig schmecken und duften kann.

Ähnlich wie bei Wein oder Kaffee spielt auch beim Honig die Herkunft eine entscheidende Rolle.

4. Mythos: Honig darf nicht mit einem Metalllöffel gegessen werden

Auch diese Behauptung begegnet uns immer wieder.

Für den normalen Gebrauch gilt jedoch:

Ein sauberer Löffel aus Edelstahl ist vollkommen unproblematisch.

Der kurze Kontakt zwischen Honig und einem Edelstahllöffel beim Frühstück hat keinen relevanten Einfluss auf die Qualität des Honigs.

Etwas anderes wäre eine langfristige Lagerung in einem ungeeigneten Behälter aus einem reaktiven Metall. Honig ist von Natur aus leicht sauer und sollte deshalb in geeigneten lebensmittelechten Behältern aufbewahrt werden.

Beim Frühstück können Sie Ihren Honig aber ganz beruhigt mit einem normalen Edelstahllöffel genießen.

5. Mythos: Honig kann niemals verderben

Honig besitzt von Natur aus eine sehr gute Haltbarkeit.

Das hängt unter anderem mit seinem hohen Zuckergehalt, seinem vergleichsweise niedrigen Wassergehalt und seinem sauren Milieu zusammen.

Trotzdem ist Honig nicht vollkommen unverwüstlich.

Einer seiner größten Feinde ist Feuchtigkeit.

Honig ist hygroskopisch. Das bedeutet, dass er Wasser aus seiner Umgebung aufnehmen kann. Gelangt zu viel Feuchtigkeit in den Honig, können unter geeigneten Bedingungen Gärungsprozesse einsetzen.

Deshalb sollten Sie Honig zu Hause:

gut verschlossen, trocken und vor unnötig hohen Temperaturen geschützt lagern.

Auch ein einfacher Tipp hilft:

Geben Sie keinen nassen oder verschmutzten Löffel in das Honigglas.

6. Mythos: Honig wird in heißem Tee gesundheitsschädlich

Dieses Thema wird im Internet teilweise sehr dramatisch dargestellt.

Die Realität ist wesentlich nüchterner.

Hitze kann bestimmte Eigenschaften des Honigs beeinflussen. Bei starker oder längerer Erwärmung nimmt unter anderem die Aktivität bestimmter natürlich vorkommender Enzyme ab. Gleichzeitig kann der Gehalt an sogenanntem HMF – Hydroxymethylfurfural – steigen.

Das bedeutet aber keineswegs, dass sich

ein Löffel Honig im heißen Tee plötzlich in ein gesundheitsschädliches Lebensmittel verwandelt.

Wer besonders schonend mit Honig umgehen möchte, kann den Tee einfach kurz abkühlen lassen und den Honig erst hinzufügen, wenn das Getränk nicht mehr kochend heiß ist.

So bleiben außerdem Aroma und Geschmack des Honigs besser wahrnehmbar.

7. Mythos: Honig ist Honig – alle Sorten schmecken ähnlich

Wer einmal mehrere Honigsorten direkt miteinander verglichen hat, weiß bereits, dass das nicht stimmt.

Die geschmacklichen Unterschiede zwischen verschiedenen Honigsorten können enorm sein.

Ein Honig kann mild, fein und sehr süß sein, ein anderer kräftig, würzig oder besonders aromatisch.

Auch Farbe, Duft, Konsistenz und Kristallisationsverhalten unterscheiden sich.

Probieren Sie beispielsweise einmal einen milden Akazienhonig, einen aromatischen Lindenhonig, einen kräftigen Buchweizenhonig oder einen dunkleren Honigtauhonig direkt nacheinander.

Die Unterschiede sind oft schon beim ersten Löffel deutlich zu erkennen.

Der Grund liegt vor allem in der botanischen Herkunft des Honigs.

Je nachdem, welche Pflanzen von den Bienen besucht wurden, unterscheiden sich Zusammensetzung, Aroma und Eigenschaften des Honigs.

Gerade deshalb lohnt es sich, verschiedene Honigsorten bewusst zu probieren und miteinander zu vergleichen.

Vielleicht haben Sie seit Jahren eine Lieblingssorte – und entdecken plötzlich einen Honig, der ganz anders schmeckt, als Sie es bisher gewohnt waren.

Wie erkennt man hochwertigen Honig?

Einen einfachen Test für zu Hause, mit dem sich die Qualität jedes Honigs zuverlässig bestimmen lässt, gibt es leider nicht.

Im Internet kursieren immer wieder angeblich sichere Methoden mit Wasser, Küchenpapier, Streichhölzern oder dem Umdrehen des Honigglases.

Solche Tests können eine fachgerechte Beurteilung oder Laboranalyse jedoch nicht ersetzen.

Honig ist ein Naturprodukt. Seine Eigenschaften unterscheiden sich je nach Herkunft und Sorte.

Deshalb ist es beim Kauf besonders wichtig zu wissen:

Woher kommt der Honig und wer steht hinter dem Produkt?

Honig direkt vom Imker

Wir sind die Imkerfamilie hinter MEDÁREŇ KOZICKÝ™ und beschäftigen uns seit Generationen mit Bienen, Honig und anderen Bienenprodukten.

In unserem österreichischen Online-Shop medaren.at finden Sie verschiedene Honigsorten aus unserer Imkerei und ausgewählte Spezialitäten – vom milden Akazienhonig über Linden- und Blütenhonig bis hin zu kräftigeren Sorten.

Wer Honig wirklich kennenlernen möchte, sollte deshalb nicht nur eine Sorte probieren.

Entdecken Sie verschiedene Honigsorten und finden Sie heraus, welcher Honig Ihnen persönlich am besten schmeckt.

Vom Bienenstock bis zum gefüllten Honigglas steckt hinter Honig deutlich mehr Arbeit, Erfahrung und Natur, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Und genau deshalb sprechen und schreiben wir so gerne über Bienen und Honig.

Wie viele dieser sieben Honig-Mythen kannten Sie bereits? Und an welchen haben Sie bisher selbst geglaubt? 

Möchten Sie die Unterschiede selbst schmecken? Entdecken Sie unsere Auswahl an slowakischen Honigsorten – von mildem Akazienhonig bis zu kräftigeren Sorten.