Im Jahr 2025 erhielten wir zwei Goldmedaillen von der Slowakischen Akademie der Wissenschaften.

Welches Honigsieb kaufen? Kompletter Ratgeber zur Auswahl und zum richtigen Sieben von Honig

Ein passendes Honigsieb entfernt nach dem Schleudern Wachsteilchen, Reste der Zelldeckel und andere mechanische Verunreinigungen aus dem Honig. Für die meisten Hobbyimker ist ein zweiteiliges Edelstahl-Honigsieb mit ungefähr 24 cm Durchmesser die praktischste Wahl.

Das obere, gröbere Sieb hält größere Wachsteilchen zurück. Das darunterliegende feinere Sieb entfernt kleinere Partikel. Wer größere Mengen verarbeitet oder eine größere Filterfläche benötigt, kann ein konisches Gewebesieb aus Uhelon beziehungsweise Kunstfaser verwenden.

Der Honig sollte möglichst unmittelbar nach dem Schleudern gesiebt werden. Bei ungefähr 25–30 °C ist er noch gut fließfähig und passiert das Sieb deutlich schneller als abgekühlter Honig.

Geeignete Siebe, Abfüllbehälter und weitere Hilfsmittel finden Sie bei MEDÁREŇ in der Kategorie Ausrüstung zur Honigernte.

Warum muss Honig nach dem Schleudern gesiebt werden?

Beim Entdeckeln und Schleudern gelangen unterschiedliche mechanische Bestandteile in den Honig:

  • kleine Wachsstücke,

  • Reste der Zelldeckel,

  • Propolisteilchen,

  • gelegentlich Teile von Bienen,

  • Staub oder andere Verunreinigungen,

  • Luftblasen, die beim Schleudern und Umfüllen entstehen.

Ein Honigsieb entfernt die sichtbaren festen Bestandteile. Anschließend wird der Honig in einem geschlossenen Behälter geklärt, bevor er in Gläser abgefüllt wird.

Das normale Sieben in einer Imkerei ist nicht mit einer industriellen Fein- oder Mikrofiltration gleichzusetzen. Ein gewöhnliches Honigsieb entfernt mechanische Verunreinigungen, während die natürlichen Pollenbestandteile grundsätzlich im Honig verbleiben.

Eine unnötig feine Maschenweite kann den Durchfluss stark verlangsamen. Für die meisten Imker ist eine zuverlässige zweistufige Siebung ausreichend.

Welche Arten von Honigsieben gibt es?

Zweiteiliges Edelstahl-Honigsieb

Das zweiteilige Edelstahl-Honigsieb ist die klassische Lösung für kleine und mittelgroße Imkereien.

Es besteht aus zwei ineinandergesetzten Teilen:

  • Das obere Grobsieb hält größere Wachsreste und andere grobe Verunreinigungen zurück.

  • Das untere Feinsieb fängt kleinere Teilchen auf, die das erste Sieb passiert haben.

Das untere Sieb ist häufig gewölbt. Dadurch vergrößert sich die nutzbare Filterfläche und der Honig kann auch über die Seitenbereiche ablaufen.

Ausziehbare Auflagebügel ermöglichen die Verwendung auf Behältern mit unterschiedlichen Durchmessern. Ein geeignetes Modell ist beispielsweise das zweiteilige Edelstahl-Honigsieb SLIM mit 24 cm Durchmesser.

Vorteile:

  • lange Lebensdauer,

  • stabile Konstruktion,

  • einfache Reinigung,

  • kein zusätzlicher Ständer erforderlich,

  • Grob- und Feinsiebung in einem Arbeitsgang,

  • für die meisten Hobbyimker geeignet.

Nachteile:

  • kleinere Filterfläche als bei einem konischen Gewebesieb,

  • kann sich bei vielen Wachsteilchen relativ schnell zusetzen,

  • das Grobsieb muss während der Arbeit regelmäßig gereinigt werden.

Gewebesieb aus Uhelon oder Kunstfaser

Ein Uhelon-Sieb besteht aus einem feinen, lebensmittelechten Kunstfasergewebe. Es besitzt meistens eine konische Form und reicht tief in den Auffangbehälter hinein.

Der Honig kann nicht nur durch den Boden, sondern auch durch die Seitenwände fließen. Dadurch steht eine wesentlich größere Filterfläche zur Verfügung.

Gewebesiebe werden mit unterschiedlichen Maschenweiten angeboten. Eine feinere Maschenweite hält kleinere Partikel zurück, reduziert aber gleichzeitig die Durchflussgeschwindigkeit.

Im Sortiment von MEDÁREŇ finden Sie beispielsweise ein konisches Honigsieb mit 33 cm Durchmesser. Für die sichere Befestigung ist ein passender Ständer für das Uhelon-Sieb erhältlich.

Vorteile:

  • große wirksame Filterfläche,

  • für größere Honigmengen geeignet,

  • gute Feinreinigung,

  • geringes Gewicht,

  • aufgefangene Rückstände lassen sich leicht entfernen.

Nachteile:

  • ein separater Ständer ist erforderlich,

  • das Gewebe kann mit der Zeit beschädigt werden,

  • sehr feine Maschen verlangsamen den Durchfluss,

  • die Reinigung muss vorsichtig erfolgen.

Einfaches Edelstahlsieb

Ein einfaches Edelstahlsieb besitzt nur eine Siebstufe. Es eignet sich zum Entfernen größerer Wachsteilchen oder für Imker, die nur kleine Mengen Honig verarbeiten.

Bei einer groben Maschenweite kann ein zweiter Siebvorgang mit einem feineren Sieb notwendig sein.

Zylindersieb

Zylindersiebe werden in einen passenden Halter oder direkt in einen geeigneten Behälter eingesetzt. Da der Honig über den Boden und die Seitenwände ablaufen kann, steht eine größere Filterfläche zur Verfügung.

Sie sind besonders bei größeren Mengen oder als zweite Filterstufe nützlich.

Kunststoff- oder Nylonsieb

Leichte Kunststoff- und Nylonsiebe sind preisgünstig und einfach zu handhaben. Sie eignen sich für gelegentliche Arbeiten und kleinere Honigmengen. Ihre Lebensdauer ist jedoch normalerweise kürzer als die eines hochwertigen Edelstahlsiebs.

Vergleich der verschiedenen Honigsiebe

Siebart Material Siebwirkung Lebensdauer Geeignet für
Zweiteiliges Edelstahlsieb Lebensmittelechter Edelstahl Grob und fein gleichzeitig Hoch Etwa 1–30 Bienenvölker
Konisches Gewebesieb Uhelon oder Kunstfaser Fein Mittel Größere Honigmengen
Einfaches Edelstahlsieb Edelstahl Grundreinigung Hoch Kleine Honigmengen
Zylindersieb Kunststoff, Edelstahl oder Gewebe Abhängig von der Maschenweite Mittel bis hoch Große Filterfläche
Nylon- oder Kunststoffsieb Synthetisches Gewebe Fein Eher niedriger Gelegentliche Verwendung

Edelstahl- oder Gewebesieb: Was ist besser?

Für die meisten Imker ist ein zweiteiliges Edelstahlsieb die praktischere Wahl. Es ist stabil, langlebig, einfach zu reinigen und kann ohne zusätzlichen Ständer direkt auf einen Abfüllbehälter gelegt werden.

Ein Gewebesieb ist sinnvoll, wenn Sie:

  • größere Honigmengen verarbeiten,

  • eine größere Filterfläche benötigen,

  • eine zusätzliche Feinreinigung durchführen möchten,

  • bereits einen passenden Ständer und Behälter besitzen.

Beide Varianten können miteinander kombiniert werden. Der Honig läuft zuerst durch ein gröberes Edelstahlsieb und anschließend durch ein Gewebesieb. Für kleine Honigmengen ist dieser zusätzliche Arbeitsschritt normalerweise nicht erforderlich.

Welches Honigsieb passt zur Größe der Imkerei?

Etwa 1–5 Bienenvölker

Für Einsteiger und kleine Hobbyimkereien ist ein zweiteiliges Edelstahlsieb mit ungefähr 24 cm Durchmesser meist vollkommen ausreichend.

Es ist universell einsetzbar, benötigt wenig Platz und kann bei richtiger Pflege viele Jahre verwendet werden.

Etwa 5–20 Bienenvölker

Bei regelmäßig größeren Ernten kann ein größeres Doppelsieb oder eine zweite Siebgarnitur sinnvoll sein. Während ein Sieb gereinigt wird, kann mit dem anderen weitergearbeitet werden.

Mehr als 20 Bienenvölker

Für größere Honigmengen empfehlen sich konische Gewebesiebe oder Zylindersiebe mit einer entsprechend großen Filterfläche. Auch der Auffang- beziehungsweise Abfüllbehälter sollte ausreichend groß sein und über einen geeigneten Auslaufhahn verfügen.

Die Anzahl der Völker dient lediglich als Orientierung. Der tatsächliche Bedarf hängt auch vom Honigertrag, der Honigsorte, der Temperatur und der Menge an Wachsrückständen ab.

Welches Sieb eignet sich für welche Honigsorte?

Rapshonig

Rapshonig kristallisiert sehr schnell. Er sollte deshalb unmittelbar nach dem Schleudern gesiebt werden. Sobald er abkühlt und dickflüssiger wird, reduziert sich die Durchflussgeschwindigkeit deutlich.

Akazienhonig

Akazienhonig bleibt normalerweise lange flüssig und lässt sich gut sieben. Bei Bedarf kann auch ein feineres Gewebesieb verwendet werden.

Wald- und Honigtauhonig

Diese Honige können eine höhere Viskosität besitzen. Eine ausreichend große Filterfläche und eine geeignete Verarbeitungstemperatur erleichtern die Arbeit.

Honig für die Herstellung von Cremehonig

Vor dem kontrollierten Rühren beziehungsweise Kristallisieren müssen sichtbare Verunreinigungen entfernt werden. Ein zweiteiliges Edelstahlsieb ist dafür normalerweise ausreichend. Anschließend sollte der Honig geklärt werden.

Honig richtig sieben: Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Arbeitsbereich und Ausrüstung vorbereiten

Alle Behälter, Siebe, Schaber und Werkzeuge müssen:

  • für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet,

  • sauber,

  • geruchsneutral,

  • vollständig trocken sein.

Wasserreste können den Wassergehalt des Honigs erhöhen und das Risiko einer Gärung begünstigen.

Sie benötigen:

  • eine Honigschleuder mit Auslaufhahn,

  • ein geeignetes Honigsieb,

  • einen sauberen Auffang- oder Abfüllbehälter,

  • einen Kunststoff- oder Silikonschaber,

  • einen Deckel für den Behälter,

  • saubere und trockene Honiggläser.

2. Sieb sicher über dem Behälter befestigen

Legen Sie das zweiteilige Edelstahlsieb stabil auf den Auffangbehälter. Stellen Sie die ausziehbaren Auflagebügel so ein, dass das Sieb nicht verrutschen kann.

Das flache Grobsieb gehört nach oben. Das gewölbte Feinsieb wird darunter eingesetzt.

Ein konisches Gewebesieb wird in einen passenden Ständer gehängt. Sein unteres Ende sollte den bereits gesammelten Honig nicht berühren.

3. Honig unmittelbar nach dem Schleudern sieben

Frisch geschleuderter Honig ist noch gut fließfähig. Eine Temperatur von ungefähr 25–30 °C erleichtert den Durchfluss.

Ist der Honig bereits stark abgekühlt, sollte er nur so weit und so schonend erwärmt werden, wie es zur Wiederherstellung einer guten Fließfähigkeit notwendig ist.

Vermeiden Sie:

  • direkte Hitze,

  • Erwärmung über einer unkontrollierten Heizplatte,

  • langes unnötiges Erhitzen,

  • die Mikrowelle.

4. Auslaufhahn langsam öffnen

Öffnen Sie den Hahn der Honigschleuder zunächst nur teilweise. Der Honig sollte gleichmäßig fließen, ohne sich auf dem Sieb anzustauen.

Ein zu starker Strahl kann:

  • das Sieb überlasten,

  • mehr Luft in den Honig eintragen,

  • zum Überlaufen führen,

  • Wachsteilchen unnötig verteilen.

5. Wachsrückstände regelmäßig entfernen

Wachs und Zelldeckel sammeln sich auf dem oberen Sieb. Entfernen Sie diese Rückstände vorsichtig mit einem sauberen Kunststoff- oder Silikonschaber.

Drücken Sie die Rückstände nicht durch die Maschen. Dadurch könnten kleinere Wachsteilchen in den bereits gesiebten Honig gelangen.

6. Honig klären lassen

Nach dem Sieben wird der Behälter geschlossen. Lassen Sie den Honig ungefähr 24–72 Stunden bei stabiler Raumtemperatur ruhen.

Während dieser Zeit steigen folgende Bestandteile an die Oberfläche:

  • Luftblasen,

  • feiner Schaum,

  • kleine Wachsteilchen,

  • leichte Verunreinigungen.

Dieser Vorgang wird als Klären des Honigs bezeichnet.

7. Schaumschicht entfernen

Entfernen Sie die helle Schaumschicht mit einem sauberen Löffel oder Schaber. Alternativ kann eine lebensmittelechte Folie vorsichtig auf die Oberfläche gelegt und wieder abgezogen werden.

Schaum und Wachsteilchen sind normalerweise nicht gefährlich, würden jedoch das Aussehen des abgefüllten Honigs beeinträchtigen.

8. Honig in Gläser abfüllen

Füllen Sie den Honig über den unteren Auslaufhahn des Behälters ab. Dadurch bleibt die Schaumschicht an der Oberfläche zurück.

Die Gläser müssen sauber, trocken und unbeschädigt sein. Füllen Sie den Honig langsam ein, damit möglichst wenig zusätzliche Luft eingeschlossen wird.

Häufige Fehler beim Sieben von Honig

Problem Wahrscheinliche Ursache Lösung
Honig fließt kaum durch das Sieb Honig ist zu kalt oder sehr dickflüssig Möglichst direkt nach dem Schleudern sieben
Sieb setzt sich schnell zu Viele Wachsteilchen Grobsieb regelmäßig reinigen oder zwei Siebe abwechselnd verwenden
Honig staut sich auf dem Sieb Auslaufhahn zu weit geöffnet Durchfluss reduzieren
Viel Schaum auf dem Honig Beim Schleudern oder Umfüllen eingetragene Luft Honig 24–72 Stunden klären lassen
Honig beginnt zu gären Zu hoher Wassergehalt oder feuchte Behälter Wassergehalt prüfen und nur trockene Ausrüstung verwenden
Metallischer Geschmack Ungeeignetes oder beschädigtes Metall Lebensmittelechten Edelstahl verwenden
Sichtbare Teilchen im Glas Sieb zu grob oder beschädigt Doppelsieb oder eine zweite Siebstufe verwenden

Wie wird ein Honigsieb gereinigt?

Reinigen Sie das Sieb möglichst unmittelbar nach der Arbeit. Frische Honig- und Wachsreste lassen sich leichter entfernen als eingetrocknete Rückstände.

Empfohlener Ablauf:

  1. Größere Wachsstücke vorsichtig abnehmen.

  2. Sieb mit warmem Trinkwasser abspülen.

  3. Bei Bedarf ein für Lebensmittelgeräte geeignetes Reinigungsmittel verwenden.

  4. Gründlich mit sauberem Wasser nachspülen.

  5. Vollständig trocknen lassen.

  6. Trocken und vor Staub geschützt lagern.

Verwenden Sie auf feinem Gewebe keine Drahtbürste, scharfen Werkzeuge oder scheuernden Schwämme.

Häufig gestellte Fragen

Welches Honigsieb ist für Anfänger am besten?

Für Einsteiger mit wenigen Bienenvölkern eignet sich ein zweiteiliges Edelstahlsieb mit ungefähr 24 cm Durchmesser. Es ist stabil, universell einsetzbar und benötigt keinen separaten Ständer.

Ist ein Edelstahl- oder Gewebesieb besser?

Ein Edelstahlsieb ist langlebiger und einfacher zu verwenden. Ein konisches Gewebesieb bietet eine größere Filterfläche und eignet sich besser für größere Mengen oder eine zusätzliche Feinreinigung.

Welche Maschenweite benötige ich?

Für gewöhnlichen Schleuderhonig ist keine extrem feine Filtration erforderlich. Entscheidend sind eine zuverlässige Entfernung mechanischer Verunreinigungen und eine ausreichend große Durchflussfläche.

Muss Honig zweimal gesiebt werden?

Bei einem hochwertigen zweiteiligen Edelstahlsieb normalerweise nicht. Eine zweite Siebstufe ist sinnvoll, wenn besonders viele kleine Wachsteilchen vorhanden sind oder größere Mengen verarbeitet werden.

Warum setzt sich das Honigsieb so schnell zu?

Häufige Ursachen sind zu kalter Honig, viele Wachsteilchen oder ein zu starker Zufluss aus der Honigschleuder. Entfernen Sie die Rückstände regelmäßig und reduzieren Sie gegebenenfalls die Durchflussmenge.

Kann Honig erst am nächsten Tag gesiebt werden?

Ja, sofern er noch ausreichend flüssig ist. Unmittelbar nach dem Schleudern lässt er sich jedoch normalerweise wesentlich leichter sieben.

Wie lange soll Honig nach dem Sieben ruhen?

In der Regel 24–72 Stunden. In dieser Zeit steigen Luftblasen, Schaum und feinste leichte Partikel an die Oberfläche.

Zusammenfassung: Welches Honigsieb sollte man kaufen?

Für die meisten Hobbyimker ist ein zweiteiliges Edelstahl-Honigsieb mit ungefähr 24 cm Durchmesser und ausziehbaren Auflagebügeln die beste Wahl. Es verbindet eine gute Siebwirkung mit langer Lebensdauer und einfacher Handhabung.

Ein konisches Gewebesieb lohnt sich bei größeren Mengen oder als zusätzliche feine Siebstufe.

Beachten Sie unabhängig vom gewählten Modell drei Grundregeln:

  1. Sieben Sie den Honig möglichst unmittelbar nach dem Schleudern.

  2. Verwenden Sie ausschließlich saubere, trockene und lebensmittelechte Ausrüstung.

  3. Lassen Sie den gesiebten Honig vor dem Abfüllen 24–72 Stunden klären.

Entdecken Sie passende Honigsiebe und Ausrüstung zur Honigernte im deutschsprachigen Onlineshop von MEDÁREŇ.