Imkern anfangen: Kompletter Leitfaden Schritt für Schritt

Wer mit dem Imkern anfangen möchte, sollte zuerst einen Kurs besuchen, praktische Erfahrung bei einem Imker sammeln und einen geeigneten Standort auswählen. Anschließend werden die gesetzlichen Meldungen erledigt, ein Beutensystem festgelegt und die notwendige Ausrüstung vorbereitet. Erst danach sollten zwei bis drei Ableger aus einem kontrollierten regionalen Bestand einziehen.

Imkerei bedeutet nicht nur eigenen Honig. Sie übernehmen Verantwortung für lebende Bienenvölker, deren Gesundheit und die Verhinderung einer Ausbreitung von Bienenkrankheiten.

Dieser Leitfaden richtet sich an angehende Imkerinnen und Imker in Österreich und Deutschland. Da sich die gesetzlichen Meldepflichten unterscheiden, werden beide Länder getrennt behandelt.

Was erwartet Sie beim Imkern?

Die Imkerei verbindet Naturbeobachtung, Handwerk und Tierhaltung. Während der Saison müssen die Bienenvölker regelmäßig kontrolliert und an ihre Entwicklung angepasst werden.

Zu den wichtigsten Aufgaben gehören:

  • Kontrolle von Brut und Futtervorräten,

  • rechtzeitiges Erweitern der Beute,

  • Schwarmkontrolle,

  • Varroa-Monitoring,

  • Auffütterung für den Winter,

  • Dokumentation durchgeführter Maßnahmen,

  • Pflege und Reinigung der Ausrüstung,

  • eventuell Honigernte und Verarbeitung.

Bei zwei oder drei Völkern sollten Sie in der Hauptsaison ungefähr ein bis drei Stunden pro Woche einplanen. Honigernte, Auffütterung und unerwartete Probleme benötigen zusätzliche Zeit.

Mit wie vielen Bienenvölkern sollte man beginnen?

Für Anfänger sind zwei bis drei Bienenvölker meist sinnvoll.

Mit nur einem Volk fehlt der Vergleich. Wenn es sich langsam entwickelt oder ein Problem mit der Königin hat, ist für einen Anfänger schwer zu beurteilen, ob der Zustand normal ist.

Zwei oder drei Völker ermöglichen:

  • einen direkten Vergleich der Volksentwicklung,

  • schnelleres Erkennen ungewöhnlicher Situationen,

  • Ausgleichsmöglichkeiten unter fachkundiger Anleitung,

  • Verteilung des Risikos von Winterverlusten,

  • mehr praktische Erfahrung in derselben Zeit.

Mehr als fünf Völker können einen Einsteiger dagegen schnell überfordern.

Zehn Schritte zur eigenen Imkerei

1. Imkerkurs besuchen und Mentor finden

Onlinevideos und Bücher sind hilfreich, ersetzen aber keine praktische Arbeit am geöffneten Bienenvolk.

Eine gute Vorbereitung besteht aus:

  • einem Anfängerkurs,

  • geeigneter Fachliteratur,

  • praktischen Einheiten an einem Lehrbienenstand,

  • der Begleitung durch einen erfahrenen Imker,

  • Kontakt zu einem örtlichen Imkerverein.

Ein Mentor hilft beim Erkennen von Eiern, Brut, Königin, Weiselzellen, Schwarmstimmung und Krankheitsanzeichen.

Idealerweise verwendet der Mentor dasselbe Rähmchenmaß und Beutensystem, für das Sie sich entscheiden.

2. Sicherheit und Insektengiftallergie beachten

Auch mit guter Schutzkleidung lassen sich Bienenstiche nicht vollständig vermeiden.

Lassen Sie sich niemals absichtlich stechen, um eine mögliche Allergie zu testen. Wenn Sie bereits eine Reaktion außerhalb der Einstichstelle oder andere starke Beschwerden hatten, sprechen Sie vor Beginn der Imkerei mit einer Allergologin oder einem Allergologen.

Anfänger sollten:

  • vollständige Schutzkleidung verwenden,

  • ein aufgeladenes Telefon mitführen,

  • zunächst nicht allein arbeiten,

  • Angehörige über den Standort informieren,

  • die Grundlagen der Ersten Hilfe kennen,

  • bei bekannter Allergie den ärztlich erstellten Notfallplan befolgen.

Bei Atemnot, Schwellung von Mund oder Rachen, Kreislaufproblemen, Bewusstseinsstörungen oder einer starken Reaktion am ganzen Körper muss sofort der Notruf 112 gewählt werden. In Österreich kann zusätzlich die Rettung unter 144 erreicht werden.

Informationen zu Symptomen und Notfallmaßnahmen bietet das österreichische Gesundheitsportal zur Insektengiftallergie.

3. Gesetzliche Anmeldung erledigen

Bienenhaltung in Österreich anmelden

In Österreich muss jede Bienenhaltung im Veterinärinformationssystem VIS registriert werden. Eine Mitgliedschaft in einem Imkerverein ist dafür nicht zwingend erforderlich.

Nach Erhalt der Zugangsdaten müssen die Bienenstandorte innerhalb von 30 Tagen im VIS eingetragen werden. Neu errichtete oder aufgegebene Standorte sind innerhalb von sieben Tagen zu melden.

Zusätzlich ist die Gesamtzahl der Bienenvölker zu zwei Stichtagen einzutragen:

Stichtag Frist für die Meldung
30. April Spätestens 30. Juni
31. Oktober Spätestens 31. Dezember

Bienenstände müssen dauerhaft und gut sichtbar mit der VIS-Registrierungsnummer gekennzeichnet werden. Die vollständigen Informationen veröffentlicht Statistik Austria im VIS-Bereich für Bienen.

Zusätzlich gelten in Österreich landesspezifische Vorschriften. Informieren Sie sich deshalb bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde, Landwirtschaftskammer oder dem Imkerverband Ihres Bundeslandes über Abstände, Wanderimkerei und weitere Vorgaben.

Bienenhaltung in Deutschland anmelden

In Deutschland muss die Bienenhaltung spätestens bei Aufnahme der Tätigkeit der zuständigen Behörde angezeigt werden. Dabei sind die Zahl der Bienenvölker und ihre Standorte anzugeben.

Die Behörde erfasst die Bienenhaltung und vergibt eine Registrierungsnummer. Grundlage ist § 1a der Bienenseuchen-Verordnung.

Je nach Bundesland können zusätzlich erforderlich sein:

  • Anmeldung bei der Tierseuchenkasse,

  • Meldung beim örtlichen Veterinäramt,

  • besondere Vorgaben für Wanderstände,

  • örtliche Bau- oder Nachbarschaftsregeln.

Klären Sie die Anforderungen vor dem Kauf der Völker mit dem zuständigen Veterinäramt.

Für die Verbringung von Bienen in einen anderen Bezirk kann eine Gesundheitsbescheinigung erforderlich sein. Die geltenden Anforderungen ergeben sich unter anderem aus der Bienenseuchen-Verordnung. Stimmen Sie einen geplanten Transport vorab mit dem Veterinäramt ab.

4. Geeigneten Standort auswählen

Ein guter Standort bietet den Bienen günstige Bedingungen und verhindert Konflikte mit Nachbarn.

Achten Sie auf:

  • Morgen- oder Vormittagssonne,

  • Schutz vor starkem Wind,

  • trockenen und stabilen Untergrund,

  • sicheren Zugang für den Imker,

  • ausreichend Platz hinter den Beuten,

  • eine zuverlässige Wasserquelle,

  • vielfältige Trachtpflanzen,

  • eine Flugrichtung außerhalb stark genutzter Bereiche.

Eine Hecke oder ein geeigneter Sichtschutz vor den Fluglöchern kann die Bienen dazu bringen, schneller an Höhe zu gewinnen. Dadurch fliegen sie weniger auf Kopfhöhe über Wege und Nachbargrundstücke.

Das Bienentränkebecken sollte bereits vor dem Aufstellen der Völker bereitstehen. Verwenden Sie Schwimmhilfen, Steine oder andere sichere Landeplätze.

Beachten Sie, dass Abstands- und Nachbarschaftsregeln in Österreich je nach Bundesland und in Deutschland je nach regionaler Situation unterschiedlich sein können.

5. Beutensystem und Rähmchenmaß auswählen

Das beste Beutensystem ist jenes, das zu Ihrer Arbeitsweise passt und für das Sie regional Unterstützung und Ersatzteile bekommen.

System Verbreitung Vorteile Zu beachten
Zander Deutschland und Teile Österreichs Viel Zubehör und zahlreiche erfahrene Anwender Volle Honigräume können schwer sein
Dadant Deutschland und Österreich Großes Brutnest, häufig niedrige Honigräume Zwei unterschiedliche Rähmchenmaße
Langstroth International verbreitet Gute Verfügbarkeit und modularer Aufbau Mehrere Höhen und Varianten erhältlich
Deutsch Normalmaß Vor allem Deutschland Etablierter Standard mit guter Unterstützung Regional unterschiedlich verbreitet
Österreichisches Einheitsmaß Vor allem Österreich Gute regionale Unterstützung Außerhalb Österreichs weniger verbreitet

Entscheiden Sie sich möglichst vor dem ersten Einkauf für ein System. Mehrere Rähmchenmaße am selben Bienenstand erschweren Ablegerbildung, Wabentausch, Lagerung und Honigernte.

Beuten und Zubehör finden Sie in der Kategorie Bienenbeuten.

6. Grundausstattung vorbereiten

Die notwendige Ausrüstung muss vollständig vorhanden sein, bevor die ersten Bienen eintreffen.

Schutzkleidung

  • kompletter Imkeranzug oder Imkerjacke mit Schleier,

  • geeignete Imkerhandschuhe,

  • geschlossene feste Schuhe,

  • bei Bedarf Arm- und Beinschützer.

Eine Auswahl finden Sie in der Kategorie Imkerbekleidung.

Imkerwerkzeug

  • Smoker,

  • Stockmeißel,

  • Bienenbesen,

  • Rähmchenhalter oder Rähmchenzange,

  • Futterbehälter,

  • Spanngurte,

  • Aufzeichnungen für Stockkarten oder eine digitale Dokumentation.

Werkzeuge sind in der Kategorie Imkerwerkzeug erhältlich. Verschiedene Modelle finden Sie unter Smoker.

Ausstattung pro Volk

  • vollständige Beute,

  • ausreichende Anzahl Zargen,

  • Boden und Deckel,

  • passende Rähmchen,

  • Mittelwände,

  • Futterbehälter,

  • Varroa-Monitoringeinlage,

  • stabiler Beutenständer,

  • Sicherung gegen Wind und Umkippen.

Ein Absperrgitter kann je nach Betriebsweise hilfreich sein, ist aber nicht in jedem System zwingend erforderlich.

7. Gesunde Ableger regional kaufen

Für Anfänger sind Ableger meist die übersichtlichste Möglichkeit, mit eigenen Bienen zu beginnen.

Fragen Sie den Verkäufer nach:

  • Herkunft der Bienen,

  • Alter und Kennzeichnung der Königin,

  • Rähmchenmaß,

  • Volksstärke,

  • Gesundheitsstatus,

  • bisheriger Varroa-Behandlung,

  • erforderlichen Gesundheitsdokumenten,

  • Abholtermin und Transportbedingungen.

Kaufen Sie möglichst bei einem registrierten Imker in Ihrer Region. Grenzüberschreitende Transporte oder größere Entfernungen können zusätzliche tiergesundheitsrechtliche Anforderungen auslösen.

Ein unbekannter Schwarm ist als erstes Bienenvolk weniger geeignet. Herkunft, Gesundheitsgeschichte und Alter der Königin sind nicht bekannt.

8. Ableger in vorbereitete Beuten einsetzen

Transportieren Sie Bienen nur in gut belüfteten und sicher verschlossenen Behältern. Schützen Sie sie vor direkter Sonne und Überhitzung.

Vor der Ankunft:

  1. Beuten standsicher aufstellen,

  2. Rähmchen und Futterbehälter vorbereiten,

  3. Wasserstelle füllen,

  4. Schutzkleidung und Werkzeug bereitlegen,

  5. Kinder und Haustiere fernhalten,

  6. Transportweg zum Bienenstand freihalten.

Übertragen Sie die Rähmchen vorsichtig in derselben Reihenfolge und Ausrichtung. Lassen Sie dem Volk danach Zeit zur Orientierung und stimmen Sie die erste Kontrolle mit dem Züchter oder Mentor ab.

9. Regelmäßige Durchsichten und Varroa-Monitoring

Während der Saison werden Völker häufig ungefähr alle sieben bis zehn Tage kontrolliert. Das ist kein starrer Zeitplan. Wetter, Volksstärke, Tracht und Schwarmzeit bestimmen den tatsächlichen Abstand.

Kontrollieren Sie:

  • frische Eier und Brut,

  • Zustand des Brutbildes,

  • Futterreserven,

  • freien Raum,

  • Weiselzellen,

  • Anzeichen der Schwarmstimmung,

  • auffällige Bienen oder Brut,

  • Varroabelastung,

  • allgemeines Verhalten.

Die Königin muss nicht bei jeder Durchsicht gefunden werden. Frische Eier geben häufig ausreichend Auskunft darüber, dass sie vor Kurzem im Volk war.

Dokumentieren Sie jede Kontrolle mit Datum, Beobachtungen, Maßnahmen und dem geplanten nächsten Schritt.

Verwenden Sie zur Varroabekämpfung ausschließlich zugelassene Tierarzneimittel entsprechend der Packungsbeilage und den aktuellen regionalen Empfehlungen. Informationen zur Bienengesundheit in Österreich veröffentlicht das Bundesministerium für Gesundheit.

10. Erste Honigernte vorbereiten

Ein Ableger liefert im ersten Jahr nicht automatisch Honig. Vorrang hat ein gesundes, ausreichend versorgtes Volk, das sicher überwintern kann.

Ernten Sie nur reifen Honig und ausschließlich echte Überschüsse.

Für die Verarbeitung benötigen Sie:

  • Honigschleuder,

  • Entdeckelungsgabel oder Entdeckelungsmesser,

  • Entdeckelungsgeschirr,

  • Honigsieb,

  • lebensmittelechte Behälter,

  • Abfüllbehälter mit Quetschhahn,

  • saubere Gläser und Deckel.

Den Reifegrad sollten Sie nicht nur nach dem Verdeckelungsgrad beurteilen. Ein Refraktometer ermöglicht eine genauere Bestimmung des Wassergehalts.

Im ersten Jahr können Sie eine Honigschleuder häufig beim Imkerverein oder Mentor ausleihen. Eigene Geräte finden Sie in den Kategorien Honigschleudern und Honigverarbeitung.

Wer Honig verkauft, muss zusätzlich die geltenden Hygiene-, Kennzeichnungs- und Lebensmittelvorschriften des jeweiligen Landes beachten.

Was kostet der Einstieg in die Imkerei?

Die Kosten hängen von Beutensystem, Volkszahl, Kursangebot und dem Anteil gebrauchter Ausrüstung ab.

Orientierungsbudget für zwei bis drei Bienenvölker

Position Ungefähre Kosten
Kurs und Fachliteratur 100–350 €
Zwei bis drei vollständige Beuten 500–1.300 €
Ableger oder Bienenvölker 250–750 €
Schutzanzug und Handschuhe 80–160 €
Smoker und Grundwerkzeug 80–220 €
Futterbehälter, Ständer und Zubehör 100–350 €
Futter, Monitoring und Gesundheitsmaßnahmen 100–300 €
Gesamtkosten ohne eigene Honigschleuder 1.210–3.430 €

Eine manuelle Honigschleuder kann ungefähr 380 bis 450 Euro kosten. Elektrische Modelle können 900 Euro oder mehr erreichen.

Als gebündelte Lösung ist das Imker-Einsteiger-Set mit Zubehör erhältlich. Für eine umfangreichere Ausstattung gibt es das MAXI-Set für Imkeranfänger.

Die Preisangaben dienen als Orientierung und entsprechen dem Stand August 2026. Prüfen Sie vor der Bestellung den aktuellen Preis, Lieferumfang und die Kompatibilität mit Ihrem Beutensystem.

Wo können Anfänger sparen?

Honigschleuder ausleihen

Für wenige Völker ist eine eigene elektrische Schleuder zu Beginn selten notwendig.

Beutensystem vor dem Einkauf festlegen

Falsch gekaufte Rähmchen, Mittelwände oder Honigschleuderkörbe verursachen unnötige Kosten.

Gebrauchte Beuten nur aus sicherer Herkunft kaufen

Gebrauchte Beuten und Waben können Krankheitserreger übertragen. Kaufen Sie diese nur aus einem bekannten und gesundheitlich unauffälligen Bestand.

Teure Geräte gemeinsam nutzen

Wachsschmelzer, Entdeckelungsgeräte, Pressen und größere Schleudern können in einer Imkergruppe geteilt werden.

Jahreskalender für das erste Bienenjahr

Zeitraum Typische Arbeiten
Januar–Februar Kurs, Planung, Rähmchen vorbereiten und Ableger bestellen
März–April Frühjahrsentwicklung beobachten, Standort und Ausrüstung fertigstellen
Mai–Juni Raum erweitern, Schwarmkontrolle und Ablegerbildung
Juli–August Honigernte je nach Tracht, Varroa-Monitoring und Vorbereitung der Auffütterung
September–Oktober Auffütterung abschließen, Gesundheitsmaßnahmen und Wintervorräte kontrollieren
November–Dezember Eingriffe minimieren, Beuten sichern und Saison auswerten

Die Entwicklung richtet sich nach Wetter, Region, Höhenlage und Pflanzenangebot. Ein Kalender ersetzt niemals die Beurteilung des konkreten Volkes.

Häufige Anfängerfehler

Bienen vor dem Kurs kaufen

Wenn die Völker bereits am Stand stehen, ist es zu spät, erst grundlegende Abläufe zu lernen.

Beute nur nach dem Preis auswählen

Entscheidend sind Rähmchenmaß, Ersatzteile und die regionale Unterstützung.

Zu häufige Durchsichten

Öffnen Sie ein Volk nur mit einem klaren Ziel und einem vorbereiteten Ablauf.

Zu spätes Erweitern

Platzmangel während der starken Entwicklung kann die Schwarmstimmung fördern.

Fehlendes Varroa-Monitoring

Eine Behandlung ohne vorherige und anschließende Kontrolle liefert keine ausreichende Übersicht über die Belastung.

Zu viel Honig entnehmen

Die Versorgung der Bienen hat Vorrang vor der ersten Ernte.

Keine Stockkarten führen

Ohne Aufzeichnungen lassen sich Volksentwicklung und durchgeführte Maßnahmen kaum zuverlässig vergleichen.

Checkliste vor der Ankunft der Bienen

  • Imkerkurs besucht oder Mentor gefunden.

  • Bienenhaltung ordnungsgemäß angemeldet.

  • Regionale Vorschriften geprüft.

  • Ein Beutensystem ausgewählt.

  • Beuten vollständig und standsicher aufgebaut.

  • Rähmchen und Mittelwände vorbereitet.

  • Schutzkleidung, Handschuhe und Schuhe vorhanden.

  • Smoker, Stockmeißel und Futterbehälter vorhanden.

  • Wasserstelle eingerichtet.

  • Ableger bei einem registrierten regionalen Imker bestellt.

  • Veterinärrechtliche Transportbedingungen geklärt.

  • Ansprechpartner für Probleme bekannt.

  • System für Aufzeichnungen vorbereitet.

  • Plan für Varroa-Monitoring und Gesundheitsmaßnahmen vorhanden.

Häufig gestellte Fragen

Wann sollte man mit dem Imkern anfangen?

Beginnen Sie im Herbst oder Winter mit Kurs und Planung. Ableger werden gewöhnlich im Frühjahr oder Frühsommer übernommen.

Wie viele Völker sind für Anfänger sinnvoll?

Zwei bis drei Völker ermöglichen Vergleiche und bleiben zeitlich überschaubar.

Benötige ich eine Genehmigung?

Eine allgemeine „Imkergenehmigung“ gibt es normalerweise nicht. Die Bienenhaltung muss jedoch ordnungsgemäß gemeldet werden. Zusätzlich können regionale Vorschriften gelten.

Kann ich in der Stadt imkern?

Ja, wenn Standort, Flugrichtung, Wasserangebot und Sicherheit geeignet sind. Eigentümerzustimmung und lokale Vorgaben müssen vorab geprüft werden.

Wie viel Honig liefert ein Bienenvolk?

Eine feste Menge kann nicht garantiert werden. Je nach Wetter, Tracht, Volksstärke und Region kann die Ernte nahezu ausfallen oder mehrere Dutzend Kilogramm erreichen.

Muss ich Mitglied in einem Imkerverein sein?

Die Vereinsmitgliedschaft ist nicht überall verpflichtend, bietet aber Zugang zu Kursen, Beratung, Leihgeräten und regionalen Informationen.

Was passiert, wenn Honig kristallisiert?

Kristallisation ist ein natürlicher Vorgang. Der Honig kann langsam in einem Wasserbad bei ungefähr 35–40 °C verflüssigt werden.

Wo kann ich Imkereibedarf bestellen?

Beuten, Schutzkleidung, Smoker, Werkzeuge und Geräte zur Honigernte finden Sie im Bereich Imkereibedarf. Kontrollieren Sie vor der Bestellung immer das Rähmchenmaß und die Kompatibilität.

Mit Wissen und Begleitung beginnen

Die wichtigste Investition am Anfang ist nicht die teuerste Beute oder eine elektrische Honigschleuder. Es sind ein guter Kurs, ein erfahrener Mentor und ein nachvollziehbarer Plan für die Gesundheit der Bienenvölker.

Die richtige Reihenfolge lautet:

  1. Imkerkurs und praktische Erfahrung,

  2. Anmeldung und Standort,

  3. Beutensystem und Ausstattung,

  4. gesunde regionale Ableger,

  5. regelmäßige Kontrollen und Aufzeichnungen,

  6. Varroa-Monitoring und Gesundheitsvorsorge,

  7. Honigernte nur aus sicheren Überschüssen.

Die benötigte Ausstattung finden Sie in der Kategorie Imkereibedarf. Fragen zur Auswahl und Kompatibilität können Sie über die Seite Kontakt an MEDÁREŇ senden.